Ils sont nombreux, grossiers …

„Da die Clausthaler Pochwerke nun alle von den Gruben so weit entfernt liegen, so schien es uns bey dem hiesigen Aufbereitungswesen ein vorzüglicher Mangel zu seyn, daß selbst das Ausschlagen der Pochgänge nicht an dem Treibeschacht, sondern erst vor den Pochwerken geschieht, so daß der ohnehin weite Transport bis in die letzern, noch durch die vielen Berge erschwert wird, die man ohne Noth – und wie es scheint, blos um den Fuhrherrn **) einen gleichförmgen

**) Ueber die Wichtigkeit, zu der sich die Clausthaler Bergfuhrleute erhoben haben, ist folgende Stelle aus des Baron von Dieterich Discours préliminaire zu den ‚Observations de M. de Trebra sur l’Interieur des Montagnes. Paris et Strasbourg. 1787. fol. p. XLIV. Merkwürdig; wo es heißt: „Les voituriers sont constamment la loi à l’administrations des mines du Hartz. Ces gens y sont corps, ils ont les droits exclusif de fournir toutes les voitures pour le transport des minerais aux différens ateliers, et du métal marchand aux magasins. Ils sont nombreux, grossiers, prompts à s’amenter, et capables de faire manquer le service, si quelquechose leut déplaît. Je dois rendre aux administrateurs, certe justice, de convenir qu’ils cherchoient les moyens de reméchier a cet ancien abus.“ – Außerdem verdienen auch noch die Beschwerden über die Rohheit, das Anmaßende und den Starrsinn der Oberharzer Erz- und Kohlenfuhrleute nachgelesen zu werden, die von Rohr a.a.O. VI. Abth. s. Cap. §. 45. S. 212. führt.“

§, 249.

Die Bezahlung der Bergfuhren geschieht treibenweise; und zwar 1 Oberharzer Treiben zu 40 Tonnen gerechnet. Vor dem Jahre 1728 wurden zu Clausthal von jedem Treiben der Dorotheer und Caroliner Erze nach den Innerst-Pochwerken, 7 Mfl. (= Mariengulden) Fuhrlohn gegeben. Hingegen im Jahr 1728 wurde nach den 3 neuen Pochwerken im Polsterthale von jedem Treiben Erz, 5 Mfl. Und 5 Mgr. (= Mariengroschen) bezahlt. Die Clausthaler Bergfuhrleute sollen übrigens eine besondere Instruction haben, die uns Gatterer *) aus einem Manuscripte mittheilt;

* S. Gatterers Beschreibung des Harzes Th. I. 1792. C.I.Abth. 16. von dem Harzer Wiesenbau und Viehzucht §. 175. S. 132-134.

nach welcher z. E.

  1. Die Ladung auf 1 Pferd über Berg und Thal 6 Centner seyn soll.
  2. Eine Tagesfuhre soll seyn 10 Stunden incl. 2 Stunden, die auf Fütterung und Laden gerechnet werden.

  3. Auf eine volle Tagesfuhre soll der tägliche Verdienst 21 Mgr. seyn, wenn der Haberpreis nicht unter 9 Mgr. und nicht über 12 Mgr. Stehet.

  4. Steigt der Haberpreis über 12 Mgr., so soll das, was 5 Himten Haber in der Woche mehr kosten, auf 6 Tage eingetheilt, und täglich so viel mehr Haberzulage gegeben werden, als es die Eintheilung auf 6 Tage ergiebt (vergl.oben §. 139) jedoch so, daß

  5. wenn der Haberpreis auf einige Wochen nur steigt, die Haberzulage nicht statt haben soll.

  6. Bey Schlittenbahne gelten dieselben Löhne wie bey Wagenfuhren.

  7. Bey der Berechnung der Weite des Weges wird genau auf die Lage der Orte, und dabey selbst auf 1/4 Stunde Rücksicht genommen.

  8. Bey Kohlenfuhren rechnet man auf 1 Pferd
    1 Karren Tannenkohlen, oder
    2 Malter Röstholz, oder
    35 Stück Wasen;
    würden aber buchene Kohlen gefahren, so soll
    1 Karren Buchenkohlen 1/3 mehr Fuhrlohn kostenals Tannenkohlen.

  9. Müssen die Fuhrleute des Nachts unterwegs bleiben, so wird auf 1 Pferd noch 1 Gr. über das festgesetzte Lohn gerechnet.

    Ende des vorigen Jahrhunderts schaffte man, und zwar im Jahr 1694, um diese Bergfuhren doch etwas wohlfeiler zu machen, statt der Pferde ungarische Ochsen an; welche man aber nicht lange beybehielt, weil jeder binnen 24 Stunden 99 Pfund Heu gefressen haben soll. *)

    Gegenwärtig hat man zu Clausthal allein 8 bis 9 Fuhrherrn, von denen jeder eben so viele Pferde hält.

*) S. Gatterer Th. V. S. 453. §. 175. – Calvör Th. II. S. 77. 1.

§. 250.

Erzwagen heißen hier Höhlwagen, und die Pocherze nimmt der Pochsteiger nach der Anzahl Treiben in Empfang, welches nach den Höhlen selbst berechnet wird; denn diese halten 5 bis 6 Tonnen, wie dies allemal an der Hinterwand des Kastens mit Zahlen eingeschitten ist. *)

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§. 251.

Von dem Bergamte werden die Gruben angewiesen, in was für Pochwerken sie ihre Erze sollen pochen lassen, wobei man die Absicht hat, daß die Gruben, welche die meiste Ausbeute geben, ihre Erze auf den entlegensten Pochwerken pochen und waschen lassen müssen, weil sie die weiten Transportkosten eher bezahlen können. **)

**) Vergl. Hr. Wille, Versuch einer Beschreibung der am Oberharze gelegenen Poch und Waschwerke im bergm. Journal 1793. St. 2. S. 104. Anm.

Bemerkungen über den Harz, von Johann Carl Freiesleben. Erster Theil. Bergmännische Bemerkungen. Mit drey Kupfern. Leipzig, in der Schäferischen Buchhandlung 1795, S. 174ff.“

 

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Die Harzer – stolz auf Freiheiten, Privilegien und eigene Gesetze

Wie alle Bergbewohner, so sind auch diese fröhlich und lieben Tanz und Musik, und neuerdings hat sich dieser Sinn für Musik besonders in den Vereinen der Hüttenleute zu Hornmusik geäußert, wie man solche Vereine auf jeder Hütte fast antrifft. In diesem Fröhlichkeitssinne, verbunden mit der Armuth, wodurch des Härzers Kost so schlecht und kümmerlich ist, mag der Grund aber auch wohl liegen, weshalb er dem Brandtewein so zugethan ist, daß selbst manche Krankheiten ihren Ursprung darin finden. Ferner gehört auch Ehrlichket durch Ehrliebe und einen gewissen Stolz hervorgerufen, zum Charakter dieser Bergbewohner. Höchst selten wird man von Einbrüchen und Anfällen der Fremden, obwohl die Gelegenheit günstig wäre, hören, und selbst zwischen den Gehöften vermißt man recht häufig in den Harzdörfern jede Verwahrung oder auch nur einen Zaun. Auch gutmüthig und zutraulich dabei aber neugierig und geschätzig ist der Härzer und eine Anhänglichkeit am Alten hält ihn oft noch in seiner Aufklärung und Fortbildung zurück, weshalb auch der Aberglaube und die Gespensterfurcht hier und da noch stark auftauchen. Wollte man jedoch noch kleine Unterschiede der Bewohner in den vier Hauptdistricten aussuchen, so wie diese Theile früherhin auch den drei verschiedenen Kreisen Ober-, Niedersachsen und Thüringen angehörten, denen die Oberhärzer als Repräsentanten von Franken noch zugezählt werden könnten, so dürfte man die Braunschweiger etwa als die kräftigsten und hübschesten, auch die ihrer Tracht, Mundart und ihren Sitten am treuesten gebliebenen, an Bildung aber noch zurückstehenden, die Anhaltiner als die cultivirtesten, die ihr Nationelles aber ganz verloren haben, die Stolberger als die treuherzigsten und in Allem den Thüringern ähnlichste, die Hannoveraner und Oberhärzer aber als die heitersten, kühnsten und muthwilligsten, dabei aber gutmüthigsten Härzer bezeichnen, welche letztere am meisten einen gewissen, aus Gemeingeist hervorgehenden Nationalstolz besitzen. Ihre Berge und ihr Bergwerk gilt ihnen mehr als Alles, und ihren Berghauptmann, auf den sie stolz sind, wie auf ihre Freiheiten, Privilegien und eigenen Gesetze, wornach er sie regiert, nennen sie daher auch wohl ihren Harzkönig. Alles lebt hier vom Bergbau. Alles dreht sich um den Bergbau und ihre ganze Persönlichkeit, diese blassen magern Gesichter mit scharfen, sprechenden Zügen und tief liegenden funkelnden Augen, einem magern und doch muskulösen Körper angehörig, erinnern an das gefahrvolle Bergmannsleben, erinnern an das rauhe nordische Klima.

Wilhelm Schönichen, Allgemeiner Überblick vom Harz in: Friedrich von Sydow (Red.); Thüringen und der Harz, mit ihren Merkwürdigkeiten, Volkssagen und Legenden. Historisch-romantische Beschreibung aller in Thüringen und auf dem Harz vorhanden gewesenen und noch vorhandenen Schlösser, Burgen, Klöster, merkwürdigen Kirchen und anderer Gebäude; Fabrikörter, Bergwerke, Ruinen, Höhlen, Denkmäler, malerischen Gegenden und sonst beachtenswerther Gegenstände aus dem Reiche der Geschichte und Natur, Erster Band mit 12 Abbildungen, Sondershausen (Verlag Friedrich August Eupel) 1839, S. XLIX.

Schönichen, Wilhelm Karl Friedrich, geb. Bernburg i. Anhalt 1800, gest. Bernburg nach 1869, Pfarrer in Güntersberge am Harz.

Der gemeine Harzer – für Fabrikarbeit schwer zu gewinnen

Noch gehören zum Harz: .. Die Hütten bei Uslar oder die Sollinger Eisen – und Kupferhütte, welche Erze von Lerbach und Westerhof und Roheisen von Gittelde über Moringen erhalten. Alles Silber erhält die Münze zu Klausthal, wo die 2/3 geprägt werden, die übrigen Produkte die Berghandlung gegen Baarzahlung und Materialienlieferung. Viel Blei wird in Schachtrupps Anlagen bei O st e r o d e , Eisen in der Herzberger Fabrik verbraucht; übrigens ist auf dem Harze wenig Fabrikatur. Von Eisenarbeiten liefert der Harz Töpfe, Oefen, Munition, feine Gußwaaren, Bleche und Drath; viele Nagelschmiede wohnen zu Lauterberg. Für feine Stahlwaaren scheint das meiste Harzeisen sich nicht zu eignen; zu mehreren Eisenfabriken fehlte auch das Holz. Auch möchte der gemeine Harzer für Fabrikarbeit schwer zu gewinnen seyn. Auf der Königs – und Ockerhütte werden, jetzt auch emaillirte Töpfe und Klaviersaiten gemacht; kupferne Kessel ebendaselbst und bei Uslar. Andere Erwerbzweige der Harzer sind das Fuhrwesen‘), die Viehzucht, unter deren Artikeln die Harzkäse oft weithin gesucht werden, Abrichten der Kanarienvögel, die Holzarbeiten, der Kleinhandel und das Einsammeln der Beeren. Das Spitzenkloppeln, wodurch das Erzgebürge übervölkert ist, ist auch nicht nach dem Geschmacke der Einwohner; dagegen diese auch nicht die Leiden der Hungersnoth erfahren, welche in theuern Zeiten das Erzgebürge heimsuchen. Zur Kenntniß der Hütten möge ein Auszug aus den Angaben von Villefosse, dienen.

‚) Die konzessionirten Fuhrleute werden wohl die Bergfuhrherren genannt.

Beschreibung des Königreichs Hannover von H. D. A. Sonne. Viertes Buch. Spezielle Chorographie. München, 1830. Im Verlage der literarisch-artistischen Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung. S. 129.

SONNE (Heinrich Daniel Andreas) seit 1820 Rector am Pädagogio zu Ihlefeld (nachdem er seit 1801 – 1810 vom 5ten Lehrer bis zum Conrector aufgerückt war): geb. zu Göttingen am 26 Febr. 1780. §§. Erdbefchreibung des Königreichs Hannover, mit einer historisch – statistischen Einleitung. Sondershausen 1817. 8. — Recensionen in Seebode’s kritischer Bibliothek für das Schulwesen.

DAS GELEHRTE TEUTSCHLAND ОDER LEXICON der jetzt lebenden TEUTSCHEN SCHRIFTSTELLER. Angefangen von GEORG CHRISTOPH HAMBERGER, Professor der Gelehrten Geschichte auf der Universität zu Göttingen. Fortgesetzt von JOHANN GEORG MEUSEL, königl. Bayrischen geheimen, königl. Preuss. fürstl. Brandenburgischen und Quedlinburgischen Hofrathe, ordentl. Professor der Geschichtkunde auf der Universität zu Erlangen, und , Mitgliede einiger Akademien. Zwanzigster Band. Bearbeitet Von JOHANN WILHELM SIGISMUND LINDNER, Advocaten zu Dresden , u n d herausgegeben von JOHANN SAMUEL ERSCH,  Professor und Ober – Bibliothekar auf der Univcrsität zu Halle. Fünfte, durchaus vermehrte und verbesserte Ausgabe. Lemgo, im Verlage der Meyerschen Hof- Buchhandlung, 1825. S. 520.

Hohe Kornpreise

„In den beiden letzteren Jahren ist wegen der hohen Kornpreise der Verkauf sehr bedeutend gewesen, indem er im J. 1829, 14387 Malter, im J. 1830, 11964 Malter betragen hat. Diese Einrichtung wirkt nicht allein direct vortheilhaft auf den Unterhalt der Berg- und Hüttenleute, sondern auch im Allgemeinen indirect auf die Erniedrigung der Kornpreise. Die bei den Eisensteinsgruben und Eisenhütten angelegten Arbeiter, so wie die Wald- und Wegearbeiter erhalten kein Magazinkorn, sondern Statt dessen eine verhältnißmäßige Geldentschädigung (sogenannte Brodzulage) wenn der Preis eines Himtens Rocken 1 Thaler und darüber betragt. Eine andere bedeutende Hülfe bei der Anschaffung der aus dem Lande zu beziehenden Früchte, besteht in der sogenannten Haferzulage, einer verhältnißmäßigen Entschädigung, welche die Bergfuhrleute empfangen, wenn der Preis des Himten Hafers über 12 Mariengroschen steigt; wobei angenommen wird, daß ein Pferd 5 Himten Hafer wöchentlich bedarf; welche Unterstützung um so billiger erscheinen muß, da die durch die Steilheit der Berge verursachten , schweren Transporte, sehr starke Pferde und große Kraftanstrengung derselben erfordern.“

Über den gegenwärtigen Zustand und die Wichtigkeit des Hannoverschen Harzes. Von Dr. I. Fr. L. Hausmann, Königlich Großbritannisch – Hannoverschem Hofrathe und ordentlichem Professor an der G. A. Universität zu Göttinnen, Ritter des Königlichen Guelphen- Ordens, der Königlichen Societat der Wissenschaften zu Gittingen und anderer gelehrten Gesellschaften Mitglied«. H. Mit sechzehn Anlagen. Gö t t i n g e n , in der Dieterichschen Buchhandlung 1832, S. 81.

Fuhrmannsdörfer

„Die Ausbildung eines selbständigen Speditionsgewerbes fällt in Niedersachsen in die frühe Neuzeit. Es entwickelte sich jedoch, soweit zur Zeit zu erkennen, nur in den Zentren von Handel und Verkehr und auch dort in unterschiedlichem Maße.
(…) Über den wichtigen Beruf der Fuhrleute wissen wir recht wenig. Selbst in einer für die Spedition so bedeutenden Stadt wie Lüneburg setzen die Quellen darüber erst in der Mitte des 17. Jahrhunderts ein und weisen dann ein relativ schwach ausgebildetes Gewerbe aus. Dagegen zählte eine kleine, aber an der „Flämischen Straße“ verkehrsgünstig gelegene Stadt wie Wildeshausen 1759 nicht weniger als 169 Fuhrleute und Knechte. Wahrscheinlich war aber ein großer, wenn nicht der größte Teil der Fuhrleute auf dem Lande ansässig. So gab es zwischen Celle und Braunschweig „Fuhrmannsdörfer“, deren Einwohner dieses Gewerbe neben der Landwirtschaft stark betrieben; das wohl bekannteste davon war Bröckel, in dem 1770 39 Familien als Frachtfahrer genannt werden. Auch die Lüneburger Quellen berichten von Fuhrleuten in den benachbarten Landgebieten. Im Raum um Dassel spielte das Fuhrwerken für Holz und Holzkohle ebenfalls eine große Rolle.
Diese Beispiele zeigen, daß auch im Landverkehr die Standorte der Kaufleute und Spediteure auf der einen und der Fuhrleute auf der anderen Seite oft nicht identisch waren. Allem Anschein nach orientierten sich die letztgenannten an den großen Verkehrswegen, und hier waren Lohnfuhren für die Landbewohner ein wichtiger Nebenerwerb. Gleiches gilt dort, wo Hütten und andere materialintensive Gewerbebetriebe größere Transporte an Roh- und Betriebsstoffen erforderten.“

Christine van den Heuvel u. Manfred von Boetticher; Geschichte Niedersachsens, begr. von Hans Patze, Dritter Bd., Teil 1, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft von der Reformation bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen; 36) Hannover (Verlag Hahnsche Buchhandlung) 1998, 474ff.

Fuhrherren, Fuhrleute, Fuhrknechte

Fuhrherren, Fuhrleute, Fuhrknechte

Buntenbock hatte in einst eine sehr zentrale und verkehrsgünstige Lage an alten Handels- und Transportstraßen wie z.B. die Alte Harzstraße und der Hundscher Weg. Von hier gut zu erreichen war der Oberharz mit der Clausthaler Hütte und den Gruben sowie den vielen am Wasser liegenden Pochwerken (Erzaufbereitungen), aber auch die Eisensteingruben um Lerbach und Osterode, deren Erz in die Eisenhütten in Osterode und an Harzrand transportiert werden musste. Außerdem musste Getreide vom Kornmagazin in Osterode auf den Oberharz gebracht werden, Holzkohle aus dem Solling herangeschafft werden und Holz aus dem Wald in die Städte und zu den Bergwerken transportiert werden…

Das Fahren des Eisensteins von den Gruben nach der Hütte geschieht theils ein- und theils zweyspännig; im ersteren Falle haben die Wagen zwey und im letzteren vier Räder. Das auf diesen Wagen oder Karren befindliche Behältniß, worin der Eisenstein geladen wird, ist hier, so wie auf den übrigen Hütten, ein länglich viereckiger Kasten, oder so genannte Höhle, die ihre bestimmten Maßen hat.
Für das einspännige Fuhrwerk ist sie im Lichten 5 Fuß lang, 1 Fuß 8 Zoll weit und 1 Fuß hoch; für das zweispännige so weit uns so hoch als diese, aber 10 Fuß lang: erster faßt also, wenn sie schlicht voll geladen wird, 8 1/3 und letztere 16 2/3 Cubikfuß Eisenstein.

Johann Georg Stünkel, Hüttenschreiber; Beschreibung der Eisenbergwerke und Eisenhütten am Harz, zum Gebrauch für reisende und zur Durchsicht für nichtreisende Freunde des Berg- und Hüttenwesens, Göttingen (Dieterich) 1803, S.157f.