An einem trüben Frühwintermorgen hielt einmal ein Fuhrmann, der mit vier Pferden vor seinem Karren von Hannover nach Bremen fahren wollte – damals gab’s noch keine Eisenbahn –. vor Dannebels Krauge (Dammkrug) zwischen Neustadt und Frielingen, um einen »Lüttjen« als Herzstärkung zu trinken. Auf der Diele waren die Knechte und einige Tagelöhner beim Dreschen. Da sagte einer von diesen, der weit in der Welt umhergekommen war und allerlei geheime Künste verstand, zu den anderen, während der Fuhrmann in der Dönze (Stube) saß: »Schall de mal wisse mit sin’n Wagen stahnblieben, dat de veler Päre den Wagen nich antein künnt?« Die anderen sagten nichts darauf, weil in dem Augenblick der Fuhrmann aus der Stube kam. Er trat zu seinen Pferden, nahm das Leit in die Hand und trieb sie an. Doch die Pferde bleiben stehen und können trotz aller guten Worte nicht von der Stelle. Da sieht der Fuhrmann, daß sie gebannt sind, und laut ruft er auf die Diele: »Bruder, laß los, oder ich schlage dich tot! « Und dann tritt er an die Gäule mit Hü und Hott von neuem an. Aber es geht noch nicht –, die Tiere stehen wie angewurzelt. Da nimmt er die Axt vom Wagen und schlägt vor der Deichsel in die Erde. Im selben Augenblick stürzt der Drescher auf der Diele tot zu Boden. Der Fuhrmann aber ist mit den Pferden, die nun den Wagen ziehen konnten, weitergefahren.
Das große Deutsche Sagenbuch | Heinz Rölleke | 2001
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Fuhrmann mit Pferden
Fritz Boehle | 1873 – 1916 | Serie I, Nr. 5. Fuhrmann mit Pferden | 1912 |
Verlag Klimsch’s Druckerei, J. Maubach & Co., Frankfurt a. Main.
2 PS x 10
Buntenbock i. Harz | Teilansicht vom Clausberg auf Buntenbock – im Hintergrund das Obere Dorf mit Kapelle und Schule, am Horizont Clausthal | Im Vordergrund ein zweispänniges Pferdefuhrwerk mit Leiterwagen, das in Richtung Forst gelenkt wird. Auf dem Bock der Fuhrmann mit typischer Mütze.
Kurz zuvor hat das Gespann den geparkten Pkw, einem DKW?! mit ungefähr 20 PS unter der Haube, passiert.
Foto Simonsen | um 1940 |
Ils sont nombreux, grossiers …
„Da die Clausthaler Pochwerke nun alle von den Gruben so weit entfernt liegen, so schien es uns bey dem hiesigen Aufbereitungswesen ein vorzüglicher Mangel zu seyn, daß selbst das Ausschlagen der Pochgänge nicht an dem Treibeschacht, sondern erst vor den Pochwerken geschieht, so daß der ohnehin weite Transport bis in die letzern, noch durch die vielen Berge erschwert wird, die man ohne Noth – und wie es scheint, blos um den Fuhrherrn **) einen gleichförmgen
**) Ueber die Wichtigkeit, zu der sich die Clausthaler Bergfuhrleute erhoben haben, ist folgende Stelle aus des Baron von Dieterich Discours préliminaire zu den ‚Observations de M. de Trebra sur l’Interieur des Montagnes. Paris et Strasbourg. 1787. fol. p. XLIV. Merkwürdig; wo es heißt: „Les voituriers sont constamment la loi à l’administrations des mines du Hartz. Ces gens y sont corps, ils ont les droits exclusif de fournir toutes les voitures pour le transport des minerais aux différens ateliers, et du métal marchand aux magasins. Ils sont nombreux, grossiers, prompts à s’amenter, et capables de faire manquer le service, si quelquechose leut déplaît. Je dois rendre aux administrateurs, certe justice, de convenir qu’ils cherchoient les moyens de reméchier a cet ancien abus.“ – Außerdem verdienen auch noch die Beschwerden über die Rohheit, das Anmaßende und den Starrsinn der Oberharzer Erz- und Kohlenfuhrleute nachgelesen zu werden, die von Rohr a.a.O. VI. Abth. s. Cap. §. 45. S. 212. führt.“
§, 249.
Die Bezahlung der Bergfuhren geschieht treibenweise; und zwar 1 Oberharzer Treiben zu 40 Tonnen gerechnet. Vor dem Jahre 1728 wurden zu Clausthal von jedem Treiben der Dorotheer und Caroliner Erze nach den Innerst-Pochwerken, 7 Mfl. (= Mariengulden) Fuhrlohn gegeben. Hingegen im Jahr 1728 wurde nach den 3 neuen Pochwerken im Polsterthale von jedem Treiben Erz, 5 Mfl. Und 5 Mgr. (= Mariengroschen) bezahlt. Die Clausthaler Bergfuhrleute sollen übrigens eine besondere Instruction haben, die uns Gatterer *) aus einem Manuscripte mittheilt;
* S. Gatterers Beschreibung des Harzes Th. I. 1792. C.I.Abth. 16. von dem Harzer Wiesenbau und Viehzucht §. 175. S. 132-134.
nach welcher z. E.
- Die Ladung auf 1 Pferd über Berg und Thal 6 Centner seyn soll.
-
Eine Tagesfuhre soll seyn 10 Stunden incl. 2 Stunden, die auf Fütterung und Laden gerechnet werden.
-
Auf eine volle Tagesfuhre soll der tägliche Verdienst 21 Mgr. seyn, wenn der Haberpreis nicht unter 9 Mgr. und nicht über 12 Mgr. Stehet.
-
Steigt der Haberpreis über 12 Mgr., so soll das, was 5 Himten Haber in der Woche mehr kosten, auf 6 Tage eingetheilt, und täglich so viel mehr Haberzulage gegeben werden, als es die Eintheilung auf 6 Tage ergiebt (vergl.oben §. 139) jedoch so, daß
-
wenn der Haberpreis auf einige Wochen nur steigt, die Haberzulage nicht statt haben soll.
-
Bey Schlittenbahne gelten dieselben Löhne wie bey Wagenfuhren.
-
Bey der Berechnung der Weite des Weges wird genau auf die Lage der Orte, und dabey selbst auf 1/4 Stunde Rücksicht genommen.
-
Bey Kohlenfuhren rechnet man auf 1 Pferd
1 Karren Tannenkohlen, oder
2 Malter Röstholz, oder
35 Stück Wasen;
würden aber buchene Kohlen gefahren, so soll
1 Karren Buchenkohlen 1/3 mehr Fuhrlohn kostenals Tannenkohlen. -
Müssen die Fuhrleute des Nachts unterwegs bleiben, so wird auf 1 Pferd noch 1 Gr. über das festgesetzte Lohn gerechnet.
Ende des vorigen Jahrhunderts schaffte man, und zwar im Jahr 1694, um diese Bergfuhren doch etwas wohlfeiler zu machen, statt der Pferde ungarische Ochsen an; welche man aber nicht lange beybehielt, weil jeder binnen 24 Stunden 99 Pfund Heu gefressen haben soll. *)
Gegenwärtig hat man zu Clausthal allein 8 bis 9 Fuhrherrn, von denen jeder eben so viele Pferde hält.
*) S. Gatterer Th. V. S. 453. §. 175. – Calvör Th. II. S. 77. 1.
§. 250.
Erzwagen heißen hier Höhlwagen, und die Pocherze nimmt der Pochsteiger nach der Anzahl Treiben in Empfang, welches nach den Höhlen selbst berechnet wird; denn diese halten 5 bis 6 Tonnen, wie dies allemal an der Hinterwand des Kastens mit Zahlen eingeschitten ist. *)
§. 251.
Von dem Bergamte werden die Gruben angewiesen, in was für Pochwerken sie ihre Erze sollen pochen lassen, wobei man die Absicht hat, daß die Gruben, welche die meiste Ausbeute geben, ihre Erze auf den entlegensten Pochwerken pochen und waschen lassen müssen, weil sie die weiten Transportkosten eher bezahlen können. **)
**) Vergl. Hr. Wille, Versuch einer Beschreibung der am Oberharze gelegenen Poch und Waschwerke im bergm. Journal 1793. St. 2. S. 104. Anm.
Bemerkungen über den Harz, von Johann Carl Freiesleben. Erster Theil. Bergmännische Bemerkungen. Mit drey Kupfern. Leipzig, in der Schäferischen Buchhandlung 1795, S. 174ff.“
Fuhrfrohne bis Güterbestäter
Die Fuhrfrohne, Mz. die – n, eine Frohne, die mit Fuhrwerke geleistet wird. Frohnfuhre, Spanndienst.
Das Fuhrgeräth, des – es. d. Mz. ungew. alles schwere Geräth. welches vermittelst Wagen fortgebracht werden muß. Das Fuhr- und Packgeräth eines Heeres.
Der Fuhrknecht, des – es. Mz. die – e, der Knecht bei einem Fuhrwerke, besonders ein Knecht, der die gewöhnlichen beim Ackerbau vorkommenden Fuhren zu verrichten hat; der Ackerknecht, Pferdeknecht. Zuweilen auch der Knecht eines Fuhrmannes; ein Fuhrmannsknecht.
Der Führling, des -es. Mz. die -e. in Schwaben. ein Weinfaß von der Größe. daß es ein einzelnes Pferd fortführen oder fortziehen kann.
Der Fuhrlohn. des -es. d. Mz. ungew. der Lohn für die Fuhre, der Lohn welchen der Fuhrmann erhält.
Der Fuhrmann. des -es. Mz. die -männer und die Fuhrleute.
1) Der das Fahren oder die Lenkung des Zugviehes vor einem Fuhrwerke verrichtet; der Kutscher, wenn das Fahrwerk eine Kutsche ist. ..Ich will deine Wagen und Fuhrmänner zerschmeißen.- Jer. 51. 21. Besonders derjenige, der ein Gewerbe daraus macht. Güter und Waaren für Geld von einem Orte zum andern zu fahren.
Daher die Fuhrmannsherberge, eine Herberge für Fuhrleute.
die Fuhrmannspeitsche. die Peitsche eines Fuhrmannes
u. In manchen O. D. Gegenden wird auch derjenige Bauer, der Pferde und Geschirr hält und in andern Gegenden ein Anspanner, Pferdebauer. Pferdner
u. heißt, ein Fuhrmann genannt. a) In der Sternkunde, ein Sternbild in der Milchstraße.
Der Fuhrmannskittel. des -s. d. Rz. w. b. Ez. der Kittel von Leinwand, welchen die Fuhrleute über der Kleidung zu tragen pflegen und welcher einem Hemde im Schnitte ähnlich ist; daher er auch wol Fuhrmannshemde genannt wird. Dann überhaupt ein grober Kittel.
Das Fuhrmannspferd. des -es. Mz. die -e, das Pferd eines Fuhrmannes; besonders ein großes starkes Pferd, so wie es die Fuhrleute nöthig haben.
Die Fuhrmannssprache, o. Dez. die Sprache der Fuhrleute, d. h. eine grobe plumpe Sprache.
Die Fuhrmannsstraße. s. Fuhrstraße.
Der Fuhrmannswagen. des -s. d. Mz. w. d, Ez. ein großer stark gebauter Wagen, auf welchem Güter, Waaren u. von den Fuhrleuten von einem Orte zum andern geschafft werden, auch bloß der Fuhrwagen.
Die Fuhrmannswinde. Mz. die -n. eine Winde, deren sich die Fuhrleute bedienen, ihren Wagen bei erfodernden Gelegenheiten, als beim Schmieren u. in die Höhe zu winden.
Der Fuhrsattel, des -s. Mz. die -sättel. ein Sattel zum Behuf des Reitens auf einem der dem Wagen vorgespannten Pferde, zum Unterschiede von einem Reitsattel und Tragesattel.
Der Fuhrschlitten. des -e. d. Mz. w. d. Ez. ein Schlitten, schwere Sachen darauf fortzuschaffen; zum Unterschiede von einem Rennschlitten.
Die Fuhrstraße. Mz. die -n. eine Straße. auf welcher gefahren wird, besonders eine breite Landstraße, auf welcher auch die Fuhrleute fahren; die Fuhrmannsstraße, und alle Städte der Erde lagen mit offenen Thoren und mit breiten Fuhrstraßen um ihn herum.“ J. P. Richter
Der Fuhrwagen. des -s. d. Mz. w. b. Ez. s. Fuhrmannswagen.
Der Fuhrweg. des -es. Mz. die -e. ein Weg auf welchem gefahren wird, der Fahrweg, zum Unterschiede von einem Fußwege.
Das Fuhrwerk. des -es. Mz. die -e. 1) Ein Gerät zum Fahren als Wagen, Karren, Schlitten u. Sowol allein als auch mit Inbegriff des dazu gehörigen Zugviehes. Gutes, schlechtes Fuhrwerk haben. Mit einem eignen Fuhrwerke reisen. 2) Das Gewerbe. Güter und Personen für Geld zu fahren; ohne Mehrzahl. Sich vom Fuhrwerke nähren. 3) So viel als Fuhrwesen; ohne Mehrzahl. 4) Uneigentlich, ein Mittel etwas mit guter Gelegenheit zu seiner Befiimmung zu befördern (Vehikel). „Diese (die Muttersprache) ist der Landesehre Fuhrwerk.“- Gabr. Wagner. Besser Fahr- oder Gelegenheitsmittel.
Das Fuhrwesen. des -s., o. Mz., alles, was das Fahren, das Fortschaffen der Güter zur Achse und für Geld angehet und dazu gehöret. Das Fuhrwesen besser einrichten.
Der Gabelwagen. des -s. d. Mz. w. d. Ez. ein Wagen mit einer Gabeldeichsel, ein Karrenwagen,
Der Güterbestäter. des -s. Mz. w. d. Ez. in manchen. besonders Handelsstädten. eine vereidete Person, welche die mit Fuhrleuten u. ankommenden Waaren in Empfang nimmt und dafür sorgt, daß sie richtig weiter befördert werden; der Bestäter. O D. Gutfertiger, Fertiger, Güterbesteller.
Joachim Heinrich Campe ; Wörterbuch der deutschen Sprache. Veranstaltet und herausgegeben von Joachim Heinrich Campe. Zweiter Theil. F – K. Braunschweig 1808. In der Schulbuchhandlung.
„Bis ihr strenger Monarch den geflochtenen Scepter erhebet“
Der Harz
Dritter Gesang
Vor der Grube ladet der Fuhrmann die
prächtigen Steine
Auf die längliche Höhle *) bespannt mit
wiehernden Hengsten,
Die, den Rest zu haschen, den schmuzigen
Futtersack schleudern,
Bis ihr strenger Monarch den geflochtenen
Scepter erhebet,
Der von ihnen geflüchtet, zum Aufbruch
sie knallend ermuntert.
Und so bringen sie den knarrenden Wagen,
beladen,
Mit bedächtlich langsamen Schritten zum
lärmenden Puchwerk.
Hier erschallt ein beständiger Donner der
rasenden Stempel
In die einsamen Thäler, und scheuchet das
flüchtige Wildprett
Aus der Gegend hinweg, wohin, sich sein
Echo verbreitet.
Selbst in der Nacht zermalmen die grossen
schwerfälligen Stempel
Rastlos ihr Erz. O wie schaudervoll drang
aus der Ferne vom Thal her,
Bei der stilleren Feier der Nacht, ihr wild-
des Getobe
In mein Ruhe gewohntes Ohr, gleich der
Stimme des Donners,
Wenn er noch in weiter Entfernung am
Himmel daher rollt!
Nur der wachsame Pücher **) schleicht bei
der nächtlichen Lampe,
Ohne Gespenster zu fürchten, von einem
Stempel zum andern,
Ihr Getöse gewohnt, und sorgt für bestän-
digen Vorrath.
Was vom Stempel hier fast bis zu flim-
merndem Staube zerstampft ist,
Säubert darauf ein fröhlicher Schwarm
mutwilliger Knaben,
Daß die Unart des schlechteren Berg’s vom
guten sich scheide.
*
Dieses kleinere Volk, dem schon ins Innere
des Herzens
Unerschrockener Muth, und Trieb zu Frei-
heit gepflanzt ist,
Daß die Sitten der Väter zur Freude der-
selben treu nachahmt;
Dis versammelt sich hier um seinen Va-
ter, den Steiger.
Eben so früh, als der Bergmann, zum Mor-
gen-Gebet, und Gesange.
Wenn die Sonne des Sommers sie dann
schon freundlich bewillkommt,
Gähnen sie einigemal nach ihrem Lager zu-
rücke,
Warten mit Ungeduld auf die lang noch zö-
gernde Mutter
Um das trockene Brod aus ihrer Hand zu
empfangen.
Stets durch Hunger und Lust in ihren Frei-
stunden schmackhaft,
Und so gehn sie mit Mut, im Geiste schon
Bergmann, zum Puchwerk,
Bis die zwölfte Stunde vom Anfang der
Arbeit geschlagen.
Wenn der rauheste Winter die schneevollen
Fittige schüttelt,
Und in einer Nacht oft Berge von Schnee-
flocken aufthürmt,
Wühlt er sich barfuß, und leicht, im dün-
nen leinenen Kittel,
Oft am Kopfe nur sichtbar, durch diese be-
trüglichen Berge,
Trotzet dem stürmischen Nordwind und sei-
nen beeiseten Schwingen,
Und dem schneidenden Ost, der ihm durchs
dünne Gewandt bläst,
Und erwärmet am Feuerheerd sich die star-
renden Glieder.
Nach dem Morgen-Gebet, dazu der Stei-
ger sie anführt,
Eilt frohlockend die Schar zur angewiese-
nen Arbeit.
…
*) Dis ist ein länglicher sehr schwerer, und starker Wagen, auf welchem die Erze von der Grube zu dem Puchwerke geführet werden.
**) Dieser Mann muß in der Nacht die Erze unter den Stempeln zerstossen lassen, so wie es am Tage geschieht.
E. C. H. Dannenberg; Der Harz, ein Gedicht in sieben Gesängen, Bossiegel (Verlag Victorinus) 1781, S.55ff.
Herkules und der Fuhrmann

Aesop’s Fables (French, English, Latin), with illustrations by Francis Barlow, 1687. Page images available online at Michigan State University
De Rustico & Hercule
Currus Rustici
haeret in profundo Luto.
Mox supinus implorat
Deum Herculem;
Vox intonat è coelo;
ineptè, flagella tuos equos,
et ipse annitere rotis,
atq; tum Hercules vocatus
aderit.
Mor.
Otiosa Vota prosunt nil ;
Quae sanè Deus non audit,
Ipse juva Teipsum,
tum Deus juvabit Te.
Of the Countryman and Hercules.
The wagon of a Countryman sticks in deep Clay.
By and by laying along He implores the God Hercules;
a Voice thunders out of heaven, Fool, whip thy horses,
and Thyself try at the wheels, and then Hercules being called
will be present.
Mor.
Idle Vows profit Nothing;
which indeed God does not hear.
Thyself help Thyself,
– then God will help thee.

Aesop’s Fables (French, English, Latin), with illustrations by Francis Barlow, 1687. Page images available online at Michigan State University.
Fable XVIII.
LE CHARTIER EMBOURBÉ
Le phaéton d’une voiture à foin
Vit son char embourbé. Le pauvre homme était loin
De tout humain secours: C’était à la campagne
Près d’un certain canton de la basse Bretagne,
Appelé Quimper-Corentin.
On sait assez que le Destin
Adresse là les gens quand il veut qu’on enrage :
Dieu nous préserve du voyage !
Pour venir au chartier embourbé dans ces lieux,
Le voilà qui déteste et jure de son mieux,
Pestant, en sa fureur extrême,
Tantôt contre les trous, puis contre ses Chevaux,
Contre son char, contre lui même.
Il invoque à la fin le dieu dont les travaux
Sont si célèbres dans le monde :
Hercule, lui dit-il, aide-moi ; si ton dos
A porté la machine ronde,
Ton bras peut me tirer d’ici
Sa prière étant faite, il entend dans la nue
Une voix qui lui parle ainsi :
Hercule veut qu’on se remue,
Puis il aide les gens. Regarde d’où provient
L’achoppement qui te retient.
Ôte d’autour de chaque roue
Ce malheureux mortier, cette maudite boue
Qui jusqu’à l’essieu les enduit.
Prends ton pic, et me romps ce caillou qui te nuit.
Comble-moi cette ornière. As-tu fait ? Oui, dit l’homme.
Or bien je vas t’aider, dit la voix : prends ton fouet.
Je l’ai pris. Qu’est ceci ? mon char marche à souhait.
Hercule en soit loué. Lors la voix : Tu vois comme
Tes Chevaux aisément se sont tirés de là.
Aide-toi, le Ciel t’aidera.

Æsop’s Fables, Embellished with One Hundred and Eleven Emblematical Devices, Printed at the Chiswick Press by C. Whittingham, London 1814, S. 130.
Der Fuhrmann, und der Gott Herkules.
Das Beten hilft, nur nicht allein;
Auch eigner Fleiß muß wirksam sein.
Ein Kärner, der zu großem Schaden
Sein kleines Fuhrwerk überladen;
Saß endlich fest mit seiner Last
In einem Wege voll Morast.
Sogleich rief er in dieser Noth
Zum Herkules, dem mächtigen Gott;
Und bat mit vielen Seufzern, ihn
Mit seinem Karen herauszuziehn.
Nachdem er lange Zeit geharrt,
Und endlich, nach der Faulen Art,
Schon in sein Schicksal sich ergab;
Rief eine Götterstimm‘ herab:
Was schreit und heult da für ein Thor?
Hohl deine Hacke frisch hervor!
Räum weg den Koth, wie sichs gehört,
Und peitsche tüchtig auf dein Pferd;
Dann ruf zum Herkules aufs neu,
Und, glaube mir, er steht dir bey!
Oeuvre complètes de La Fontaine avec des Notes et une nouvelle Notice sur sa Vie, par M. C. A. Walckenaer, Membre de l’Institute. A Paris, chez Firmin Didot Frères, Rue Jacob, N° 24; Et Lefèvre, Libraire, Rue de L’Éperoit, N° 6. M DCCC XXXVI, S. 57.
(Justus Friedrich Wilhelm Zacharias); Fabeln und Erzehlungen in Burcard Waldis Manier, Frankfurth und Leipzig 1771, S. 90f.
Wohlfeiler als Tabaksqualm
Nachrichten. Briefe über den Musikzustand von Rußland und besonders von Moskow. Erster Brief.
— — Glückliches Land, dessen Bewohner Liebhaber von Musik und Gesang sind, diese beyde Gaben als wohlthätige Geschenke des Himmels betrachten , und sich von ihnen durchs Leben begleiten lassen ; denen ein frohes gutes Volkslied oft zum Mithelfer bey schweren Tagsarbeiten wird, und deren Gesang und Saitenspiel jedes kleine Fest verherrlicht! Diese Freunde von Musik und melodischem Gesang sind die Russen. Wer in Petersburg gewesen , wird schon anfänglich sehr angenehm überrascht worden seyn, eine Clique Matrosen längst der Newa fahren zu sehn, die den Schlag ihrer Ruderstäbe mit recht artigen Chören, von 8 auch 13 stimmigen Chören oder auch mit sehr naiven Liedern begleiten. Der Nationalgeschmack will größtentheils Sätze aus Molltönen. Die Art ihres Vortrags bey allen hat etwas Feines , daß man nothwendig gezwungen wird, das natürliche Talent dieser Leute zu bewundern, und diesen Wasserbewohnern, bey aller Eile, die man haben kann, ein Viertelstündlein nach dem andern zu schenken. Noch bedienen sie sich einer Art kleinen Horns zum Akkompagnement. Der Umfang dieses Instruments beträgt eine Oktave. Ich kann nicht so ganz behaupten, daß der Gesang dabey etwas gewinne; denn wenn der Instrumentalist nicht sehr bescheiden seine Ragoke behandelt, so kömmt etwas von einem Pfauen-Ton heraus, der denn freylich nicht der angenehmste ist. Auch Fuhrleute, besonders wenn sie in großen Karavanen reisen, verkürzen sich ihren Weg mit Gesang, (welches denn auch, neben bey gesagt, nicht nur angenehmer, sondern auch wohlfeiler ist, als der deutschen Fuhrleute ewiges Tabaksrauchen.
Zigarrenetui, zweiteilig, Leder, 13,5 x 6,5 x 3 cm, Herkunft Großbritannien, vermutl. Ende 70er Jahre des 19. Jh. m. Prägung im Oval: Wappen des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland sowie Firmenname F. C. Hathaway.
Widmung in Goldprägung: „Den 11. Juni 1879.“ – vermutl. anlässl. d. Feier der Goldenen Hochzeit von Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta zu Berlin.
Vermutl. aus dem Nachlass Heinrich Carl Wilhelm Bormann 1824 – 1894, Bormann Archiv Ottensen.Ihre Art zu singen ist aber ganz von dem Gesang der erstem unterschieden. Sie bedienen sich einer fugenähnlichen Manier. Einer fängt das Thema immer an, und wird um einige Takte später vom zweуten unterstützet, und so gehet es denn der Reihe nach fort. Canon oder Fuge ist es freylich eigentlich nicht: wie sollten auch diese Leute dazugekommen seyn, da blos Natur und frohe Laune ihre Lehrmeister waren ? Weil sie aber alle so geschickt dem ewigen Unisono in ihren gesellschaftlichen Gesängen auszuweichen verstehen, so wird man darin einen neuen Beweis finden müssen, daß diese Nation mit vieler Anlage zur Musik gebohren sey: denn gute Volksmelodien scheinen mir eben so sicher ein Beweis von Naturtalent zu dieser Kunst zu seyn, als feine, scharfsinnige Volkssprüchwörter von Anlage zum Witz. Auch in diesem Punkte, obgleich er nicht hierher gehört, muß ich den Russen rühmen. Er hat in seiner Sprache eine sehr große Anzahl solcher Sprüchwörter, bedient sich der selben bey allen Gelegenheiten sehr gut , und kann darum auch für witzig erklärt werden. Da der gemeine Russe schon so empfänglich für Gesang ist, so ist es wohl ganz natürlich, daß die kultivirte und höhere Klasse es noch seyn müsse; und daß diese beym Singen nicht allein stehen bleibe , sondern auch voll Verehrung der Instrumentalmusik sey, werde ich in der Folge zeigen. …
Kesler in: Allgemeine Musikalische Zeitung. Dritter Jahrgang vom 1. Oktober 1800 bis 23. September 1801. Leipzig bei Breitkopf & Härtel, Sp. 656f.
Karikatur – ohne Karren

23. VI of Spades.
„Skippon a waggoner to Sr. F. Vere one of Olivers Hectors.“
Major-General Skippon was left in charge of the Army by the Earl of Essex, when the latter fled from Fowey to Plymouth. Skippon surrendered all his Artillery, 100 barrels of powder, and about 6000 arms (muskets) on condition that the officers should be convoyed in safety to Poole or Southampton. Skippon was originally a waggoner, as stated in the Card.—(Clarendon’s History of the Rebellion, vol. ii., page 327.)
EXPLANATORY NOTES OF A PACK OF Cavalier Playing Cards TEMP. CHARLES II. FORMING
A COMPLETE POLITICAL SATIRE OF THE COMMONWEALTH. BY EDMUND GOLDSMID, F.R.H.S., F.S.A. (Scot). Filler Edinburgh: E. & G. GOLDSMID. 1886.
Quelle: http://www.gutenberg.org/files/44594/44594-h/44594-h.htm
Knots
The cartman or carter generally gets along with very few knots; the LOOP KNOT (#1009), the OVERHAND (#515), and TWO HALF HITCHES (#1710) are his usual equipment. The more finished practioners prefer the BOWLINE (#1010) and the FIGURE-EIGHT (#524).
The Ashley Book of Knots by Clifford W. Ashley, Author of the Yankee Whaler, with amendments by Geoffrey Budworth, International Guild of Knot Tyers, Faber and Faber Limited, London Boston, o.J.









