Herkules und der Fuhrmann

herculesfarmerbarlow

Aesop’s Fables (French, English, Latin), with illustrations by Francis Barlow, 1687. Page images available online at Michigan State University

De Rustico & Hercule

Currus Rustici
haeret in profundo Luto.
Mox supinus implorat
Deum Herculem;
Vox intonat è coelo;
ineptè, flagella tuos equos,
et ipse annitere rotis,
atq; tum Hercules vocatus
aderit.

Mor.
Otiosa Vota prosunt nil ;
Quae sanè Deus non audit,
Ipse juva Teipsum,
tum Deus juvabit Te.

Of the Countryman and Hercules.

The wagon of a Countryman sticks in deep Clay.
By and by laying along He implores the God Hercules;
a Voice thunders out of heaven, Fool, whip thy horses,
and Thyself try at the wheels, and then Hercules being called
will be present.

Mor.
Idle Vows profit Nothing;
which indeed God does not hear.
Thyself help Thyself,
– then God will help thee.

Blog-Aesop-Barlow

Aesop’s Fables (French, English, Latin), with illustrations by Francis Barlow, 1687. Page images available online at Michigan State University.

Fable XVIII.

LE CHARTIER EMBOURBÉ

Le phaéton d’une voiture à foin
Vit son char embourbé. Le pauvre homme était loin
De tout humain secours: C’était à la campagne
Près d’un certain canton de la basse Bretagne,
Appelé Quimper-Corentin.
On sait assez que le Destin
Adresse là les gens quand il veut qu’on enrage :
Dieu nous préserve du voyage !
Pour venir au chartier embourbé dans ces lieux,
Le voilà qui déteste et jure de son mieux,
Pestant, en sa fureur extrême,
Tantôt contre les trous, puis contre ses Chevaux,
Contre son char, contre lui même.
Il invoque à la fin le dieu dont les travaux
Sont si célèbres dans le monde :
Hercule, lui dit-il, aide-moi ; si ton dos
A porté la machine ronde,
Ton bras peut me tirer d’ici
Sa prière étant faite, il entend dans la nue
Une voix qui lui parle ainsi :
Hercule veut qu’on se remue,
Puis il aide les gens. Regarde d’où provient
L’achoppement qui te retient.
Ôte d’autour de chaque roue
Ce malheureux mortier, cette maudite boue
Qui jusqu’à l’essieu les enduit.
Prends ton pic, et me romps ce caillou qui te nuit.
Comble-moi cette ornière. As-tu fait ? Oui, dit l’homme.
Or bien je vas t’aider, dit la voix : prends ton fouet.
Je l’ai pris. Qu’est ceci ? mon char marche à souhait.
Hercule en soit loué. Lors la voix : Tu vois comme
Tes Chevaux aisément se sont tirés de là.
Aide-toi, le Ciel t’aidera.

Blog Whittingham

Æsop’s Fables, Embellished with One Hundred and Eleven Emblematical Devices, Printed at the Chiswick Press by C. Whittingham, London 1814, S. 130.

Der Fuhrmann, und der Gott Herkules.

Das Beten hilft, nur nicht allein;
Auch eigner Fleiß muß wirksam sein.
Ein Kärner, der zu großem Schaden
Sein kleines Fuhrwerk überladen;
Saß endlich fest mit seiner Last
In einem Wege voll Morast.
Sogleich rief er in dieser Noth
Zum Herkules, dem mächtigen Gott;
Und bat mit vielen Seufzern, ihn
Mit seinem Karen herauszuziehn.
Nachdem er lange Zeit geharrt,
Und endlich, nach der Faulen Art,
Schon in sein Schicksal sich ergab;
Rief eine Götterstimm‘ herab:
Was schreit und heult da für ein Thor?
Hohl deine Hacke frisch hervor!
Räum weg den Koth, wie sichs gehört,
Und peitsche tüchtig auf dein Pferd;
Dann ruf zum Herkules aufs neu,
Und, glaube mir, er steht dir bey!

Fabulae Aesopi selectae, or Fables of Aesop: with an English translation, more literal than any yet extant, designed for the readier Instruction of Beginners in the Latin tongue
by H. Clarke , Teacher of the Latin Language. – 1. Januar 1810, Printed for Thomas & Thomas by D. Newhall, S. 54.

Oeuvre complètes de La Fontaine avec des Notes et une nouvelle Notice sur sa Vie, par M. C. A. Walckenaer, Membre de l’Institute. A Paris, chez Firmin Didot Frères, Rue Jacob, N° 24; Et Lefèvre, Libraire, Rue de L’Éperoit, N° 6. M DCCC XXXVI, S. 57.

(Justus Friedrich Wilhelm Zacharias); Fabeln und Erzehlungen in Burcard Waldis Manier, Frankfurth und Leipzig 1771, S. 90f.

Wohlfeiler als Tabaksqualm

Nachrichten. Briefe über den Musikzustand von Rußland und besonders von Moskow. Erster Brief.

— — Glückliches Land, dessen Bewohner Liebhaber von Musik und Gesang sind, diese beyde Gaben als wohlthätige Geschenke des Himmels betrachten , und sich von ihnen durchs Leben begleiten lassen ; denen ein frohes gutes Volkslied oft zum Mithelfer bey schweren Tagsarbeiten wird, und deren Gesang und Saitenspiel jedes kleine Fest verherrlicht! Diese Freunde von Musik und melodischem Gesang sind die Russen. Wer in Petersburg gewesen , wird schon anfänglich sehr angenehm überrascht worden seyn, eine Clique Matrosen längst der Newa fahren zu sehn, die den Schlag ihrer Ruderstäbe mit recht artigen Chören, von 8 auch 13 stimmigen Chören oder auch mit sehr naiven Liedern begleiten. Der Nationalgeschmack will größtentheils Sätze aus Molltönen. Die Art ihres Vortrags bey allen hat etwas Feines , daß man nothwendig gezwungen wird, das natürliche Talent dieser Leute zu bewundern, und diesen Wasserbewohnern, bey aller Eile, die man haben kann, ein Viertelstündlein nach dem andern zu schenken. Noch bedienen sie sich einer Art kleinen Horns zum Akkompagnement. Der Umfang dieses Instruments beträgt eine Oktave. Ich kann nicht so ganz behaupten, daß der Gesang dabey etwas gewinne; denn wenn der Instrumentalist nicht sehr bescheiden seine Ragoke behandelt, so kömmt etwas von einem Pfauen-Ton heraus, der denn freylich nicht der angenehmste ist. Auch Fuhrleute, besonders wenn sie in großen Karavanen reisen, verkürzen sich ihren Weg mit Gesang, (welches denn auch, neben bey gesagt, nicht nur angenehmer, sondern auch wohlfeiler ist, als der deutschen Fuhrleute ewiges Tabaksrauchen.

Zigarrenetui, zweiteilig, Leder, 13,5 x 6,5 x 3 cm, Herkunft Großbritannien, vermutl. Ende 70er Jahre des 19. Jh. m. Prägung im Oval: Wappen des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland sowie Firmenname F. C. Hathaway.  Widmung in Goldprägung: "Den 11. Juni 1879." - vermutl. anlässl. d. Feier der Goldenen Hochzeit von Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta zu Berlin. Vermutl. aus dem Nachlass Heinrich Carl Wilhelm Bormann 1824 - 1894, Bormann Archiv Ottensen.

Zigarrenetui, zweiteilig, Leder, 13,5 x 6,5 x 3 cm, Herkunft Großbritannien, vermutl. Ende 70er Jahre des 19. Jh. m. Prägung im Oval: Wappen des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland sowie Firmenname F. C. Hathaway.
Widmung in Goldprägung: „Den 11. Juni 1879.“ – vermutl. anlässl. d. Feier der Goldenen Hochzeit von Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta zu Berlin.
Vermutl. aus dem Nachlass Heinrich Carl Wilhelm Bormann 1824 – 1894, Bormann Archiv Ottensen.

Ihre Art zu singen ist aber ganz von dem Gesang der erstem unterschieden. Sie bedienen sich einer fugenähnlichen Manier. Einer fängt das Thema immer an, und wird um einige Takte später vom zweуten unterstützet, und so gehet es denn der Reihe nach fort. Canon oder Fuge ist es freylich eigentlich nicht: wie sollten auch diese Leute dazugekommen seyn, da blos Natur und frohe Laune ihre Lehrmeister waren ? Weil sie aber alle so geschickt dem ewigen Unisono in ihren gesellschaftlichen Gesängen auszuweichen verstehen, so wird man darin einen neuen Beweis finden müssen, daß diese Nation mit vieler Anlage zur Musik gebohren sey: denn gute Volksmelodien scheinen mir eben so sicher ein Beweis von Naturtalent zu dieser Kunst zu seyn, als feine, scharfsinnige Volkssprüchwörter von Anlage zum Witz. Auch in diesem Punkte, obgleich er nicht hierher gehört, muß ich den Russen rühmen. Er hat in seiner Sprache eine sehr große Anzahl solcher Sprüchwörter, bedient sich der selben bey allen Gelegenheiten sehr gut , und kann darum auch für witzig erklärt werden. Da der gemeine Russe schon so empfänglich für Gesang ist, so ist es wohl ganz natürlich, daß die kultivirte und höhere Klasse es noch seyn müsse; und daß diese beym Singen nicht allein stehen bleibe , sondern auch voll Verehrung der Instrumentalmusik sey, werde ich in der Folge zeigen. …

Kesler in: Allgemeine Musikalische Zeitung. Dritter Jahrgang vom 1. Oktober 1800 bis 23. September 1801. Leipzig bei Breitkopf & Härtel, Sp. 656f.

Karikatur – mit Karren

Karikatur - mit Karren

James Gillray (1757 – 1815); The State waggoner and John Bull – or – The waggon too much for the donkeys (1804).

http://arks.princeton.edu/ark:/88435/9z902z950

Karikatur – ohne Karren

Pik 6

23. VI of Spades.
Skippon a waggoner to Sr. F. Vere one of Olivers Hectors.“
Major-General Skippon was left in charge of the Army by the Earl of Essex, when the latter fled from Fowey to Plymouth. Skippon surrendered all his Artillery, 100 barrels of powder, and about 6000 arms (muskets) on condition that the officers should be convoyed in safety to Poole or Southampton. Skippon was originally a waggoner, as stated in the Card.—(Clarendon’s History of the Rebellion, vol. ii., page 327.)

EXPLANATORY NOTES OF A PACK OF Cavalier Playing Cards TEMP. CHARLES II. FORMING
A COMPLETE POLITICAL SATIRE OF THE COMMONWEALTH. BY EDMUND GOLDSMID, F.R.H.S., F.S.A. (Scot). Filler Edinburgh: E. & G. GOLDSMID. 1886.

Quelle: http://www.gutenberg.org/files/44594/44594-h/44594-h.htm

Gesucht wird … der Fuhrmannskittel

Im Gegensatz zum Frack erscheint der Kittel oder Küttel schon in den ältesten Steckbriefen. Bei ihm handelt es sich im Spiegel der Signalements um eine Kleidung, die schon in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur männlichen Oberbekleidung gehörte. Die Kleidungs- und Kostümgeschichte zeigt ihn als einfaches überwurfartiges Kleidungsstück, aus dem sich im 17. Jahrhundert der Rock entwickelt hat. Der Kittel wurde in der Folge zu einem Kleidungsstück, das einerseits vor allem den unteren Bevölkerungsgruppen und andererseits insbesondere als über der anderen Kleidung getragenes Schlechtwetterkleid diente. 1756 wurde nach mehreren Jaunern gefahndet, die „sodann die weisse Kittel ausziehen, und ganz bürgerlich daher kommen“.

Der Kittel als eher minderwertiges Kleidungsstück zeigt sich auch im Steckbriefes kleinen Henrich, von dem es 1770 hieß: „traget, wenn er auf die Märkte ziehet, einen sauberen blauen Rock, sonst aber einen Kittel“. Dieser und andere Steckbriefe zeigen, daß der Kittel den Rock ersetzen konnte. Andererseits wird mehrfach erwähnt, daß der Kittel über dem Rock getragen wurde. 1770 wurde Georg Mangold gesucht, er trug einen „blauen Rock und über diesem einen Zwillich-Kittel“. 1787 trug ein gewisser Leonhard „über einem Rock einen schwarzen Bauren-Kittel“ und ein Jahr später Johann Mergenthal „über einem grünlechten Rock einen blauen Fuhrmannskittel“.

Die Verteilung der Belege für Kittel über den Untersuchungszeitraum läßt erkennen, daß der Kittel bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts hinein offenbar sehr häufig getragen wurde, dann aber zunehmend an Bedeutung verlor und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nur noch selten vorkam. … Zum überwiegenden Teil wurden die Kittel aus Leinen hergestellt. …

Bemerkenswert erscheint noch die Feststellung, daß die Fuhrleute offenbar häufig blaugefärbte Leinenkittel trugen, solche „Fuhrküttel“ sind mehrfach erwähnt. Ob der oben schon genannte Bauernkittel typisch für diesen Stand war, muß fraglich bleiben. …

Auffällig ist der hohe Anteil weißer Leinenkittel, ein Befund, dem die Ergebnisse der Inventarforschung deutlich entgegenstehen. So stellt sich natürlich die Frage, ob die weißen Kittel als ein Charakteristikum der Jaunergesellschaft anzusehen sind, eine Hypothese, die vor allem für die Mitte des 18. Jahrhunderts einiges für sich hat.

Wolfgang Seidenspinner; Mythos Gegengesellschaft, Erkundigungen in der Subkultur der Jauner, München (Waxmann) 1998, S.185f.

Knots

The cartman or carter generally gets along with very few knots; the LOOP KNOT (#1009), the OVERHAND (#515), and TWO HALF HITCHES (#1710) are his usual equipment. The more finished practioners prefer the BOWLINE (#1010) and the FIGURE-EIGHT (#524).

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The Ashley Book of Knots by Clifford W. Ashley, Author of the Yankee Whaler, with amendments by Geoffrey Budworth, International Guild of Knot Tyers, Faber and Faber Limited, London Boston, o.J.

Fuhrmann – Knoten

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M. W. Götzinger’s Anfangsgründe der Deutschen Sprachlehre in Regeln und Aufgaben. – Elfte Auflage. Durchgesehen von Dr. Ernst Götzinger, Professor an der Kantonsschule in St. Gallen. Leipzig. Johann Friedrich Hartknoch. 1870, S. 89.

Aber gebracht wird es

Und sodann hatte der Derwisch gesagt, daß der Kiradschi bereits warte. Die Kiradschia sind Fuhrleute, welche Gelegenheitsfuhren über die ganze Balkanhalbinsel unternehmen, ungefähr in derselben Weise, wie früher die ›Harzer‹ Landfuhrleute mit ihren schweren Lastwagen und messingbehangenen Pferden die verschiedensten Kaufmannsgüter durch Deutschland und durch die angrenzenden Gebiete schleppten.

Der Kiradschi ist der Spediteur des Balkans; er ist überall und nirgends; er kennt Alles und Alle; er weiß auf jede Frage Antwort. Wo er anhält, da ist er willkommen, denn er weiß zu erzählen, und in den wilden, zerrissenen Schluchten des Balkans gibt es Gegenden, in welche während des ganzen Jahres keine Kunde von außen dringen würde, wenn nicht einmal der Kiradschi käme, um nachzufragen, ob der einsame Hirt Käse genug für eine Wagenladung angesammelt habe.

Diese Fuhrleute bekommen Güter von hohem Werthe anvertraut, ohne daß man von ihnen irgend eine Caution verlangt. Die einzige Garantie besteht in ihrer Ehrlichkeit. Sie kommen nach Monaten, ja oft nach Jahren erst zurück; aber sie kommen und bringen das Geld. Ist der Vater unterdeß gestorben, so bringt es der Sohn oder der Schwiegersohn; aber gebracht wird es.

Diese Ehrlichkeit der Kiradschia ist seit alter Zeit ein bewährtes Sprüchwort; leider aber scheint es jetzt anders werden zu wollen. Zwischen die altbekannten Fuhrmannsfamilien haben sich Neulinge eingedrängt, welche sich das gewohnte Vertrauen zu Nutze machen und da ernten, wo ehrliche Leute säeten. Sie bringen den Kiradschi, dessen Namen auch sie natürlich angenommen haben, um seinen sauer erworbenen guten Ruf.

Ein solcher Fuhrmann wartete also bereits! Doch nicht vielleicht gar auf mich? Sollte ich transportirt werden? Hier inmitten der Stadt durfte ich Hoffnung auf Befreiung haben. War ich bis am nächsten Morgen nicht bei Hulam, so wurde von Seiten meiner Freunde und besonders meines kleinen Hadschi sicherlich Nichts unterlassen, um mich ausfindig zu machen.

Von Bagdad nach Stambul. Reiseerlebnisse von Carl May. Carl May’s gesammelte Reiseromane. Band III. Freiburg i. B. Verlag von Friedrich Ernst Fehsenfeld, 1892, S. 192. 

http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/primlit/reise/gr/gr03/gr03-txt.pdf

Eine Feindesliebe – Köhler und Fuhrherren

Der Mann der Enkelin, bei welcher der Alte wohnte, hatte ein Fuhrwesen von drei Gespannen und besorgte mit zwei Knechten allerhand Fuhren, wie sie in der Waldwirtschaft vorkommen; so war er denn auch jetzt nicht zu Hause, denn an manchen Stellen an den Bergen muß das Holz bei Schnee abgefahren werden. »Das hätte ich nicht gedacht, daß meine Enkelin noch einmal einen Fuhrherrn heiratet,« sagte der Köhler; »von alten Zeiten her ist immer eine Feindschaft zwischen den Köhlern und den Fuhrleuten gewesen, weil nämlich die Köhler früher, wie das Kohlen noch im Schwünge war, selber Fuhrwerk gehabt haben, und die Fuhrleute haben immer gesagt, das ist gegen die Gesetze, jedes Gewerbe will sein Brot haben.« Die Frau lachte, ihre schönen weißen Zähne blitzten in dem freundlichen, braunen Gesicht, und sie sagte: »Ja, wenn wir den Großvater ließen, der kaufte sich gleich ein leichtes Pferd und setzte sich noch auf den Kohlenkarren, in seinen alten Tagen.« »Nein, nein, dafür sind die Knochen schon zu steif,« wehrte der Alte ab, »das gibt die Natur nicht mehr her. Der Mensch muß auch vernünftig sein, und muß seinem Körper nicht zu viel zumuten.« Damit goß er Kurt die Tasse wieder voll aus der großen Kanne; das Kind schrie, schnell lief die Frau nach dem Kind und ließ die beiden allein.

Paul Ernst; Saat auf Hoffnung, München 1919, Kap. 7 – http://gutenberg.spiegel.de/buch/870/7